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DEBRIV Bundesverband Braunkohle
Braunkohle beteiligt sich aktiv am Umbau des Energiesystems
17.05.2010 / 14:24. „Wir wollen, dass die Braunkohle weiterhin eine wichtige Rolle in der deutschen Stromversorgung spielt und werden sie flexibel und effizient einsetzen,“ betonte der neue DEBRIV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Johannes Lambertz, auf dem diesjährigen Braunkohlentag anlässlich des 125jährigen Bestehens des DEBRIV in Halle an der Saale. „Die deutsche Braunkohlenindustrie beteiligt sich aktiv am Umbau des Energiesystems“, so Lambertz weiter, „Braunkohle ist importunabhängig, preiswert, subventionsfrei. Diese Vorteile sollen die Stromverbraucher auch künftig nutzen können.“Nach Einschätzungen des neuen DEBRIV-Vorstandsvorsitzenden sind Flexibilität und Effizienz zwei maßgebliche Zukunftsfaktoren im Stromsektor. Schon heute werden Braunkohlenkraftwerke zunehmend flexibler betrieben. In Zukunft wird durch technische Anpassungen, in Bestandsanlagen wie in Neubauten, die Leistung in noch kürzerer Zeit an den jeweiligen Netzbedarf angepasst werden. Mit jedem Neubau steige die Effizienz. Das zeigen laufende Projekte wie Neurath und Boxberg: Im Vergleich zu Altanlagen reduzieren sie den CO2-Ausstoß um bis zu 30 Prozent.
Der Anteil Erneuerbarer Energien steigt stark und damit der Anteil von Energieträgern, die stark von den Witterungsbedingungen abhängig sind. Um jederzeit eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten, werden deshalb ständig verfügbare Erzeugungskapazitäten benötigt, die schnell gedrosselt oder hochgefahren werden können. „Moderne Braunkohlenkraftwerke erfüllen diesen Anspruch. Sie sind kein Gegner, sondern ein Partner der Erneuerbaren Energien,“ sagte Lambertz.
Die Braunkohlenindustrie werde ihrem Anspruch auch künftig gerecht werden, Entwickler und Treiber technologischer Entwicklungen zu bleiben. Denn neue Kraftwerkstechniken sowie die Abscheidung und Nutzung von Kohlendioxid (CCS-Technologie) sind, so Lambertz, auch international Technologieperspektiven von entscheidender Bedeutung für die Klimavorsorge. Die laufenden Forschungs- und Demonstrationsprogramme von Vattenfall und RWE zeigen, dass die Braunkohlenindustrie als Vorreiter an der CO2-Abscheidung arbeitet. Bis zu einem breiten industriellen Einsatz der CCS-Technik ist nach Ansicht von Lambertz noch ein erheblicher Aufwand notwendig. Das betreffe sowohl die Errichtung von großen Demonstrationsanlagen wie auch die Entwicklung und Verwirklichung einer Transport- und Speicher-Infrastruktur für Kohlendioxid im Rahmen verlässlicher gesetzlicher Regelungen. Voraussetzung für eine Realisierung der CCS-Technologie ist vor allem die notwendige öffentliche Akzeptanz, die nur gemeinsam und mit Unterstützung der
Politik erzielt werden kann.
Lambertz erinnerte daran, dass sich die deutsche Braunkohlenindustrie vor 125 Jahren in Halle an der Saale ihre verbandliche Struktur gegeben hat. Seither gelte, dass Braunkohle als einer der wichtigsten heimischen Energieträger wesentlich zur Sicherung der Rohstoffversorgung beiträgt, Träger technologischer Entwicklung und Fortschritte ist und wegen der hohen heimischen Wertschöpfung vielfältigen ökonomischen und sozialen Nutzen stiftet.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DEBRIV Bundesverband Braunkohle.

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