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IHK Ulm

Bilanz des Ausbildungsmarkts 2010"

01.10.2010 / 10:27. In der IHK-Region Ulm ist die Bereitschaft der Unternehmen weiter ungebrochen hoch, sich in der Berufsausbildung junger Menschen zu engagieren. Dies zeigt die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsplätze. Die Unternehmen suchen händeringend für 42 Ausbildungsplätze und für 142 Plätze für Einstiegsqualifizierungen noch geeignete Bewerber.


Die Ausbildungszahlen im Detail: In der IHK-Region Ulm tragen vor allem die industriellen Berufe im Metallbereich und beim Industriekaufmann zum Rückgang bei. Bei den gewerblich-technischen Berufen führt dies zu einem Rückgang von 8,0
Prozent. Bei den kaufmännischen Berufen fällt der Rückgang mit 1,2 Prozent deutlich geringer aus.

Der Alb-Donau-Kreis kann in diesem Jahr besonders punkten. Hier konnten die Unternehmen sogar neun Ausbildungsverträge mehr abschließen als im Vorjahr. Dies bedeutet einen Zuwachs von 1,7 Prozent. Dieser verteilt sich gleichmäßig auf gewerblich-technische wie auf kaufmännische Berufe.

In der Stadt Ulm sind die Ausbildungszahlen um 3,7 Prozent oder 38 Ausbildungsverträge zurückgegangen. Dies ist vor allem auf den Rückgang bei den industriellen Metallberufen zurückzuführen, die um über ein Fünftel eingebrochen sind. Bei den kaufmännischen Berufen fällt der Rückgang moderater aus. Das Minus von 2,1 Prozent wird von den Büro- und
Handelsberufen verursacht.

Schlusslicht ist in diesem Jahr der Landkreis Biberach. Der Rückgang liegt hier bei 7,7 Prozent oder 70 Ausbildungsverträgen. Hier schlagen die Rückgänge bei den gewerblich-technische Berufen und hier insbesondere bei
den Metallberufen durch. Der Rückgang liegt im gewerblich-technischen Bereich bei 13,0 Prozent. Auch im Landkreis Biberach fällt der Rückgang bei den kaufmännischen Berufen mit 1,8 Prozent sehr moderat aus.

?Der demografische Wandel ist in unserer Region endgültig angekommen. Der vom Institut von Professor Rürup prognostizierte Fachkräftemangel wird zunehmend Realität. Mit unserer Demografie-Initiative und Projekten wie
der Kontaktstelle Frau und Beruf haben wir rechtzeitig Strategien entwickelt, damit die Wirtschaft unserer Region diese Entwicklung erfolgreich gegensteuern kann,? so IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle zu der völlig veränderten Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Hintergrund demografische Entwicklung:

Die Zahl der Schulabgänger wird in Baden-Württemberg nach Berechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg bis zum Jahr 2030 um mehr als ein Viertel zurückgehen. Die Zahl der Absolventen mit einem Hauptschul- oder einem mittleren Abschluss, also der Hauptzielgruppe für die duale Berufsausbildung, wird bis zum Jahr 2030 sogar um ein Drittel zurückgehen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: IHK Ulm.

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