Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. Landesverband Thüringen

Bewegung auf dem Rennsteig-Radweg

22.04.2010 / 16:13. Um für den Rennsteig die vorläufige Prädikatserteilung „Premium-Wanderweg“ im August 2010 zu verteidigen, ist eine teilweise Neutrassierung des Radweges erforderlich. Aus diesem Grund lud der ADFC-Landesvorstand Herrn Fitzke, den dafür Verantwortlichen vom Regionalverbund Thüringer Wald, zu einem Gespräch ein. In einem detailliertem Vortrag, der von großer Sachkenntnis und Engagement zeugte, informierte er über die geplante Entflechtung der Nutzungsarten. Da zukünftig von den bisher ca. 30 km gemeinsamen Wander- und Radweg nur noch ca. 5 km übrig bleiben dürfen, bietet sich auch die Chance, bisher nicht optimale Streckenführungen der Radtrasse zu verbessern.


Der ADFC begrüßt, dass der Rennsteig-Radweg weiterhin ein Radfernweg für Tourenradler bleiben soll. Man war sich einig, dass es bei der Neutrassierung auch um die Minimierung der Höhenmeter, die Verbesserung der Oberfläche und die Ausweisung attraktiverer Wegstrecken gehen muss. Im Großen und Ganzen kommt die von Herrn Fitzke vorgeschlagene Trassenführung des Rennsteig-Radweges nach Meinung des ADFC den Wünschen der Radwanderer entgegen. Bei manchen Abschnitten wurden aber auch Interessenskonflikte deutlich, zu denen der ADFC seine Standpunkte in einem Brief an die beteiligten Ministerien ( TMWAT Herr Minister Machnig, TMBLV Herr Minister Carius, TMLFUN Herr Minister Reinholz) darlegt. Darin heißt es: „Uns ist klar, dass eine Mehrfachnutzung des Rennsteiges nicht ohne Kompromisse von allen Seiten möglich ist, aber vielleicht können unsere Argumente ja noch zur der ein oder anderen Optimierung der Streckenführung beitragen.“

Folgende Probleme wurden dabei angesprochen:

Wenn aufgrund von Jagdinteressen größere Umwege und zusätzliche Höhenmeter von Radfahrern erwartet werden, ist die Gefahr groß, dass die Strecke als Schikane empfunden wird und von Orts- bzw. Kartenkundigen auf den Wanderweg ausgewichen wird. Der ADFC schlägt hier als Kompromiss z. B. eine Sperrung des Geländes mit Schranke während der Jagdzeiten vor.

Dass man auch bestrebt ist, in Rennsteignähe liegende Orte anzufahren, bietet den Radfahrern zwar zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten und touristische Sehenswürdigkeiten. Insbesondere bei der Einbindung von Frauenwald und Lehesten ist dies aber mit großen „Umwegen“ und zusätzlichen Höhenmetern verbunden. Der ADFC plädiert hier für eine rennsteig-nähere Trassierung mit Ausweisung von Alternativrouten und entsprechenden Informationstafeln. Und der Bahnhof Rennsteig mit Info-Zentrum, geplantem Rennsteighaus und zumindest temporärem Bahnanschluss sollte unbedingt vom Radweg angefahren werden!

Für Abschnitte, in denen bauliche Radwege vorgesehen sind, regte der ADFC die Anlage von Angebotsstreifen auf der Fahrbahn an.

Erfreut wurde zur Kenntnis genommen, dass der Forst bereit ist, einige Wegabschnitte des zukünftigen Radweges auszubauen. Allerdings wurde angemahnt, Oberfläche und Querprofil so zu gestalten, dass sie auch Radlern die gefahrlose Nutzung ermöglichen.

Der ADFC weist darauf hin, dass auch für Mountain-Biker konkrete Routen ausgearbeitet und beworben werden sollten, insbesondere um ihr Interesse am Rennsteig und anderen von Wanderern bevorzugten Wegen weg zu lenken.

Abschließend heißt es im Schreiben des ADFC: „Bitte betrachten Sie unsere Hinweise nicht als Kritik an der bisher geleisteten Arbeit. Wir möchten lediglich dazu beitragen, dass die jetzige Gelegenheit der Neutrassierung des Rennsteig-Radweges so optimal wie möglich genutzt wird.“

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. Landesverband Thüringen.

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!