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BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.
BEVÖLKERUNG 2030: POTSDAM GEWINNT, PRIGNITZ VERLIERT
12.05.2010 / 11:02. „Die heute vorgelegten Zahlen zur Bevölkerungsprognose zeigen, dass es mit dem Stadtumbau Ost dringend weitergehen muss.“ So kommentierte Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), die heute vom Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichte aktualisierte Bevölkerungsprognose.Drei Aspekte sind hierbei relevant. Erstens: In Folge der Bevölkerungsentwicklung werden im Land Brandenburg 2030 nochmals rund 150.000 Wohnungen weniger gebraucht als jetzt. Zweitens: Der demografische Wandel verringert mittelfristig die Wachstumschancen des Landes, da der Anteil von Menschen im Erwerbsalter stark sinkt. Damit nehmen auch die Einkommenschancen für die Erwerbstätigen und längerfristig die Einkommen künftiger Rentnergenerationen ab. Da das Land so keine Anziehungskraft für junge Familien entfalten wird, dürfte der Bevölkerungsrückgang auf sehr lange Sicht anhalten. Drittens: Die kreisfreien Städte können etwas von ihrer Rolle als räumliche Konzentrationspunkte profitieren. Der Bevölkerungsrückgang fällt hier deshalb graduell schwächer aus, als in der Bevölkerungsprognose 2006 vorhergesagt.
Zunahme nur in Potsdam
Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten verzeichnet Potsdam bis einen Bevölkerungszuwachs bis 2030. In allen übrigen Landkreisen und kreisfreien Städten schrumpfen die Bevölkerungszahlen. Am stärksten betroffen sind die Prignitz und Spree-Neiße mit einem Minus von jeweils knapp 27 Prozent. Insgesamt nehmen die Bevölkerungszahlen in sechs von 18 Landkreisen und kreisfreien Städten um mehr als 20 Prozent ab. In weiteren fünfen wird mit einem Rückgang um zehn und mehr Prozent gerechnet.
Berlin ferner Raum hart getroffen
Vor allem im Berlin fernen Raum wird der Bevölkerungsschwund tiefe Spuren hinterlassen. Eisenhüttenstadt verliert fast 40 Prozent seiner Einwohner. In Guben (-34%), Schwedt/Oder (-33,3%) oder Wittenberge (-31,5%) ist die Lage ähnlich problematisch.
Jeder Dritte älter als 65 Jahre
Im Jahr 2030 wird mehr als jeder Dritte Brandenburger 65 Jahre und älter sein. 2008 war es jeder Fünfte. Bei der Altersgruppe der 15- bis unter 65-Jährigen verläuft die Entwicklung gegenläufig. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird von 67 Prozent auf 53 Prozent im Jahr 2030 zurückgehen.
Folgerungen für die Wohnungspolitik
Für die Wohnungspolitik zog Kern zwei Schlussfolgerungen aus den Zahlen: „Diese Prognose ist ein Weckruf an das Bundesbauminister Peter Ramsauer: Der Stadtumbau-Prozess darf nicht ins Stocken geraten! Außerdem muss vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dafür Sorge getragen werden, dass es genug und bezahlbare Wohnangebote für Senioren und einkommensschwache Haushalte gibt.“
Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V..

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