Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!
Bessere Instrumente zur Prävention für Trainer und Betreuer
16.06.2010 / 17:16. Der Hamburger Sportbund (HSB) und die Hamburger Sportjugend sprechen sich gegen die Vorlagepflicht für ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis für ehrenamtliche Trainer und Betreuer in Sportvereinen aus. Sie wenden sich damit gegen die Überlegungen von Senator Dietrich Wersich. "Mit dieser Forderung stellen wir alle rund 10.000 Trainer und Betreuer in Hamburger Sportvereinen unter einen ungerechtfertigten Generalverdacht", so HSB-Präsident Günter Ploß.In seiner Sitzung am 6. April 2010 hat das HSB-Präsidium intensiv beraten, wie der Sport mit dem Thema sexueller Übergriffe an Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen umzugehen hat sowie Maßnahmen zur Prävention beschlossen. "Der sexuelle Missbrauch, insbesondere an Kindern, ist eines der schwersten Verbrechen, die es gibt. Wir verurteilen diese Taten auf das Schärfste und werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, sie zu verhindern und Opfern zu helfen", so Ploß.
Die Sportvereine und -verbände müssen sich dem Thema sexueller Missbrauch von Kindern stellen. Der HSB und die Sportjugend empfehlen den Sportvereinen in Hamburg, ein so genanntes täterfeindliches Umfeld zu schaffen. Dies erfolgt durch einen offenen Umgang mit dem Thema und die Sensibilisierung von Trainern und Betreuern. Ein polizeiliches Führungszeugnis für Trainer und Betreuer würde keinen sinnvollen Beitrag hierzu leisten. "Mit einem polizeilichen Führungszeugnis schauen wir nur in die Vergangenheit. Der Schutz der Kinder muss sich aber vor allem in die Zukunft richten", so Stefan Karrasch, Vorsitzender der Hamburger Sportjugend.
Der HSB und die Sportjugend beraten ihre Mitglieder zu geeigneten Maßnahmen im Umgang mit dem Thema sexueller Übergriffe und halten Kontakt zu Beratungsorganisationen, die eine professionelle Begleitung von Opfern, Beratungen für Vereine und Informationen für Eltern und Multiplikatoren anbieten. Die Prävention von sexuellem Missbrauch wird in Aus- und Fortbildungen für Übungsleitende thematisiert. Außerdem hat das HSB-Präsidium einen Ansprechpartner benannt, an den sich Opfer, von Opfern angesprochene Multiplikatoren oder auch Beobachtende von Verdachtsfällen im Sport wenden können. Selbstverständlich steht er auch allen HSB-Mitgliedern für ein beratendes Gespräch zur Prävention oder zur Begleitung von Opfern zur Verfügung.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Hamburger Sportbund e.V..

Kommentare zu diesem Artikel
Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Kommentieren >>
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben!