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Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg
Beschlossene Sache: Mehr Kooperation und Information beim Schutz der Wölfe
18.06.2010 / 10:42. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) und der Direktor des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), Dr. Ralf Sonntag, haben heute im Potsdamer Naturkundemuseum eine Kooperationsvereinbarung zum Schutz des Wolfs unterzeichnet. Im zweiten Teil der Veranstaltung haben Axel Steffen, Leiter der Abteilung Naturschutz im Brandenburger Umweltministerium, und der Präsident des Landesumweltamtes, Prof. Matthias Freude, das Wolfsmonitoring und Wolfsmanagement in Brandenburg erläutert. Vorgestellt wurde zudem die druckfrische Broschüre des Ministeriums "Wölfe in Brandenburg - Eine Spurensuche im märkischen Sand".Der Internationale Tierschutz-Fonds IFAW unterstützt die Rückkehr der Wölfe nach Brandenburg seit dem Jahr 2005 in enger Abstimmung und Kooperation mit dem Brandenburger Umweltministerium und dem Landesumweltamt Brandenburg (LUA). Dazu zählt in erster Linie die finanzielle Unterstützung des wissenschaftlichen Wolfsmonitorings durch Aufwandsentschädigungen sowie den Erwerb von Fotofallen zur Verifizierung von Wolfshinweisen. Des Weiteren fördert der IFAW Fortbildungsmaßnahmen zur Information und Schulung von ehrenamtlichen Wolfsbetreuern, einschließlich Förstern und Jägern sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit.
Die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem IFAW und dem Land Brandenburg wurde heute offizielle besiegelt. Ministerin Tack und Direktor Sonntag unterzeichneten heute in Potsdam eine Kooperationsvereinbarung. Der Ausbau der Partnerschaft soll eine noch effektivere Zusammenarbeit ermöglichen.
"Ziel ist eine breitere Akzeptanz für den Wolf in der Öffentlichkeit. Durch umfangreiche Informationen über diese geschützte Tierart wollen wir erreichen, dass einerseits optimale Schutzmaßnahmen ergriffen werden können und andererseits dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis von Tierhaltern und Bevölkerung entsprochen wird", sagte Tack.
Der IFAW wird insbesondere die Aktivitäten des vom LUA koordinierten Wolfsmonitorings in Brandenburg weiter unterstützen. Das beinhaltet beispielsweise die Anschaffung von Technik wie Infrarot-Fotofallen und Sender. Aber auch bei Herdenschutzmaßnahmen wie etwa bei der fachlichen Beratung von Tierhaltern wird der IFAW unterstützend mitwirken.
"Die natürliche Rückkehr der Wölfe ist ein gutes Zeichen für die Natur in Brandenburg", sagte Dr. Sonntag. "Gemeinsam mit dem Land wollen wir erreichen, dass die Wölfe bleiben können. Die Akzeptanz in der Bevölkerung und der Schutz der Wölfe sind dafür entscheidende Faktoren, an denen wir mit Brandenburg arbeiten."
Zum ersten Mal nach langer Abwesenheit wurden im Jahr 2000 wieder wildlebende Wölfe in Deutschland, in der sächsischen Lausitz, geboren. Seither entwickeln sich auch in anderen Bundesländern langsam, aber stetig beständige Wolfsvorkommen. So auch im Land Brandenburg, was aufgrund seiner naturräumlichen Ausstattung als potenzieller Lebensraum für Wölfe besonders geeignet ist.
Das erste territoriale Wolfsvorkommen etablierte sich 2007 im Bereich der Zschornoer Heide im Südosten Brandenburgs. Hier ist seitdem kontinuierlich ein Wolfspaar ansässig, welches jedoch bis heute ohne Nachwuchs blieb. Schwerpunktmäßig werden ehemalige bzw. aktive Truppenübungsplätze bzw. Bergbaufolgelandschaften besiedelt. Aktuell existieren auf Brandenburger Gebiet 6 territoriale Vorkommen.
Einen aktuellen und kompletten Überblick über Wölfe in Brandenburg gibt die gerade vom Brandenburger Umweltministerium heraus gegebene Broschüre "Wölfe in Brandenburg - Eine Spurensuche im märkischen Sand". Auf 152 reich illustrierten Seiten erfährt der Leser alles Wissenswerte über die geschützte Tierart, ihren Lebensraum und das Brandenburger Wolfsmanagement.
Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden bei: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Heinrich-Mann-Allee 103, 14473 Potsdam, Tel.: 0331/7866 7237 oder 7017 E-Mail: pressestelle@mugv.brandenburg.de
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg.

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fuerTiere schrieb am 19.06.2010 15:12:
Die Ausbreitung des Jagdbetriebes über die gesamte Erde haben viele Säugetiere, Vögel und Reptilien nicht oder nur in Restbeständen überlebt. In Europa wurden Auerochse, Waldtarpan und Steppentarpan gänzlich ausgelöscht. Wolf, Braunbär, Nordluchs, Wildkatze, Biber, Uhu, Mönchsgeier, Gänsegeier, Elch und viele andere Tierarten kommen nur noch in einigen Regionen vor und sind z.T. auch dort bedroht.
Es gibt aus den letzten 50 Jahren keinen Nachweis, dass Wölfe Menschen angegriffen und erheblich verletzt hätten. Der Wolf erkennt den Menschen als Gefahr und weicht ihm aus. Umgekehrt ist die Intoleranz der Menschen die größte Gefahr für den Wolf. In Europa geht von der Wilderei die größte Bedrohung aus. Wölfe können in der Nähe des Menschen leben, brauchen aber Rückzugsgebiete, in denen sie nicht gejagt werden.
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