Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Bei Aufbau Ost stärker auf regionale Profilierung setzen

17.09.2010 / 14:10. Die neuen Länder müssen ihre wirtschaftlichen Profile weiter schärfen und neue Leitmärkte für sich erschließen. Das erklärten die Ost-Wirtschaftsressortchefs von Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen gestern bei einem Symposium zur wirtschaftlichen Zukunft der neuen Länder. "Ausbau Ost durch mehr Differenzierung", sei das Motto für die kommenden Jahre. Image, Innovation und die gezielte Entwicklung regionaler Stärken seien die zentralen Ansatzpunkte für die künftige Wirtschaftspolitik in Ostdeutschland, so die Minister Ralf Christoffers (Brandenburg), Dr. Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt), Matthias Machnig (Thüringen) und Wirtschaftssenator Harald Wolf (Berlin).


Entscheidend sei eine stärkere Innovationstätigkeit, damit der Industriestandort Ostdeutschland im globalen Wettbewerb bestehen könne. Der Fokus der künftigen Förderung müsse sich deshalb noch stärker in Richtung Innovation verschieben. Darüber hinaus sei eine stärkere Berücksichtigung der ostdeutschen Belange in der Hightech-Strategie der Bundesregierung ebenso erforderlich wie der weitere Ausbau und die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen des Bundes in der Region.

20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung steht der "Aufbau Ost" nach Ansicht der Minister an einem Wendepunkt. Die klassische Aufholagenda habe sich erschöpft, künftig werde es für die neuen Länder darum gehen, eigenständige wirtschaftliche Profile zu entwickeln und neue Leitmärkte für sich zu erschließen. Zu diesen Leitmärkten zählen z.B. grüne Technologien, Energietechnik, Optik, Biotechnologie, Medizintechnik.

Das Symposium der ostdeutschen Wirtschaftsminister fand in der Thüringer Landesvertretung in Berlin statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung unter der Überschrift "Noch 20 Jahre bis zur wirtschaftlichen Einheit?" durch Präsentationen der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn (ifo-Institut für Wirtschaftsforschung München) und Karl-Heinz Paqué (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg).

Die Minister unterstrichen, dass zur Stärkung der Wirtschaftskraft der ostdeutschen Länder weiterhin besondere Förderanstrengungen notwendig seien. Hierzu gehörten u. a. eine Fortführung der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur auf hohem Niveau", angemessene Übergangsregelungen bei der EU-Strukturfondsförderung und Initiativen, die dazu beitragen, das Eigenkapital ostdeutscher Unternehmen zu stärken, wenn Ostdeutschland, wie absehbar, ab 2014 nicht mehr zu den strukturschwächsten Regionen in der EU zählen werde.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie.

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!