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Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main
Bänker und Kreative traten in schöpferischen Austausch
20.09.2010 / 11:57. Frankfurt Rhein-Main: ProjectM hat den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Finanzen und Kreativität gelegtKreative Vitaminspritze für Frankfurt Rhein-Main: Ein junges Summer Camp hat den Finanzstandort aufgerüttelt, sein Image hinterfragt – und ein vollkommen neuartiges Miteinander von Bankern und Kreativen in Gang gesetzt. Auslöser: Ein Treffen von 41 Querdenkern aus der ganzen Welt, die in den letzten zwei Wochen gemeinsam vor Ort an ungewöhnlichen Ideen bastelten. Ein Standort, ein Thema: Banken!
Unter der Anleitung des amerikanischen Designers John Bielenberg nutzten die Teilnehmer des diesjährig erstmals in Deutschland stattfindenden ProjectM bei ihrer Arbeit ganz bewusst die Stärke, die die Region auszeichnet: den Finanzplatz. Was er der Region gibt, aber auch was ihr fehlt, nahmen sie unter die Lupe – und gingen mit geballter Kreativität ans Werk. Entstanden ist die Idee, den schöpferischen Austausch zwischen Finanzen und Kreativität zu fördern und langfristig in der Region zu etablieren.
„Bring change to Frankfurt“ lautete eine Aktion der Ideenmacher. Denn das englische „change“ bedeutet nicht nur Wandel, sondern auch Tausch und Wechselgeld. Daraus ergab sich für die jungen Kreativen ein Experiment, mit dem sie durch Frankfurt zogen: Zahlen mit Ideen – statt mit Geld. Dieses Angebot rief bei den Frankfurtern Staunen hervor. Mehr aber noch zeigten sie sich irritiert und misstrauisch, als einige der Aktionskünstler ihnen umgekehrt einige Euros für eine gute Idee anboten. Bekommt man denn hier für einen guten Gedanken auf der Straße etwas geschenkt? Fazit der Aktionskreativen: Zwischen Geist und Geld klafft eine Kluft, die es zu überwinden gilt. „Kein Ort eignet sich dafür besser als Frankfurt am Main“, so John Bielenberg, Gründer und Mentor von ProjectM, der nach dem Motto „Think Wrong“ Herausforderungen mit ungewöhnlichen Ideen begegnet.
Ergebnis des Projekts: „Die Zusammenarbeit zwischen Bankern und Kreativen funktioniert hervorragend. Man muss den Akteuren nur eine entsprechende Plattform geben“, sagte Annette Schömmel, Chefin des Thinktanks arthesia, die die Aktion gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Frankfurt Rhein-Main angestoßen hat. Im Rahmen des ProjectM fanden mehrere Brainpools zwischen den Querdenkern und Vertretern aus Wirtschaft und Finanzen statt. „Das sind zwei Welten, die aufeinander prallen, die sich aber auch viel mitzuteilen haben und bewegen können“, so Schömmel. Diese Erfahrung machten die Kreativen während ihrer Entdeckungstour durch die Finanzmetropole und im Dialog mit deren Akteuren. „Hier gibt es einen Haufen Banker“ – die aber, so ein Teilnehmer des Projekts weiter, seien im persönlichen Austausch „viel lockerer als sie in ihren steifen Anzügen rüberkommen“. Beeindruckt waren die Kreativen etwa von ihren Begegnungen mit
dem Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley Bank AG, Lutz Raettig, und Hermann-Josef Lamberti, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Als Tutoren aus Wirtschaft, Kunst und Kultur gaben sie den Kreativen mit viel Enthusiasmus Einblick in das Funktionieren und Wesen einer Bank und ließen sich vom schöpferischen Geist ihrer Gesprächspartner inspirieren.
Etablierung eines jährlichen Workshops zwischen Bankern und Kreativen Gastgeber Heiko Kasseckert, Vorstandsvorsitzender des Vereins FrankfurtRheinMain und Direktor des Planungsverbands Frankfurt/Rhein-Main kann sich vorstellen, die Begegnungen zwischen Bankern und Kreativen in einem internationalen Workshop am Standort Frankfurt
zu etablieren. „Die besondere Stärke von Frankfurt liegt hierbei in der engen Vernetzung der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur. Diesen Austausch möchten wir langfristig weiter pflegen und ausbauen – auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.“ Er begrüßte dazu die Idee einer indischen Projekt M-Teilnehmerin, jährlich ein Intensiv-Weekend mit Kreativen und Bankern durchzuführen.
Kreativ–Botschafter transportieren ein neues Bild von Frankfurt Rhein-Main in die Welt Frankfurt eilt der Ruf voraus, eine nüchterne, graue, bürokratische Stadt zu sein. Mit diesem Bild im Kopf starteten auch einige der Teilnehmer in die Region. Während ihres Aufenthalts und in Interaktion mit den Bewohnern der Region sammelten sie eigene Eindrücke und Erfahrungen. „Frankfurt ist eine moderne und geschäftige Stadt, die einen unentwegt in Atem hält. Die Architektur und die Internationalität machen es einem leicht, in großen Dimensionen zu denken“, erzählt einer der Teilnehmer am Ende des Projekts. Begeistert zeigten sich die Talente vor allem auch von der lebendigen Underground- und Kreativszene
auf der Achse Frankfurt-Offenbach und von jungen Unternehmen der Kreativwirtschaft.
In der Region ist das Summer-Camp für den Verein Frankfurt Rhein-Main e.V. der Auftakt zur Auseinandersetzung mit neuen und frischen Ideen für die Metropolgegend. Mit dieser Strategie wollen Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft die Region auch auf kreativer Ebene langfristig fördern und voranbringen. Der Verein Frankfurt hein-Main e.V. dient hierbei als gemeinschaftliche Plattform.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main.

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