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Evangelische Landeskirche in Baden
Ausbau Rheintalbahn braucht Lösung für die Menschen
20.06.2010 / 17:25. Im Rahmen der Bezirksvisitation des Kirchenbezirks Emmendingen informierten sich die Mitglieder der Kirchenleitung in Gesprächen mit den Bürgerinitiativen und der Deutschen Bahn AG, wie sich der Ausbau der Bahntrasse Karlsruhe-Basel um zwei weitere Gleise auf die Bevölkerung und die Landschaft auswirkt. Entlang der geplanten Trasse ist die Mehrzahl der Mitglieder der Evangelischen Landeskirche in Baden betroffen.Vor Ort informierten die Bürgermeister von Kenzingen und Herbolzheim, wie im Rahmen der bisher geplanten Trassenführung die Bevölkerung insbesondere durch Feinstaub, Lärm und Bodenerschütterungen belastet würden. „Die Ängste der Bevölkerung müssen ernst genommen und sinnvolle Lösungen gefunden werden“, sagte Oberkirchenrat Gerhard Vicktor, ständiger Vertreter des Landesbischofs und Leiter der Besuchskommission. Der Ausbau der Strecke sei insgesamt nicht strittig und ökologisch sinnvoll. Umso wichtiger sei es, bei der Trassenführung eine einvernehmliche Lösung zu finden, welche die Bevölkerung mittragen könne. Die Kommission, der auch die Präsidentin der Landessynode Margit Fleckenstein angehörte, appellierte dabei an die Gegner der bisherigen Planungen der Deutschen Bahn sowie die Bürgerinitiativen, sich gemeinsam auf Alternativen zu verständigen und im Gespräch mit der Bahn und dem Land nach Lösungen zu suchen.
Von der Deutschen Bahn AG und dem Land Baden-Württemberg erwartet die Landeskirche, die Einwände und Befürchtungen der Anwohner ernst zu nehmen. Die Alternative, die Bahntrasse neben der Autobahn und damit weiter weg von den Wohngebieten der anliegenden Orte zu führen, solle weiter ausgearbeitet, mit den Betroffenen transparent besprochen und auf Vor- und Nachteile geprüft werden. Bliebe es dennoch bei den bisherigen Planungen, müsse mehr in Maßnahmen des Lärmschutzes investiert werden. Mehrkosten würden sich dabei langfristig positiv auf die Bahn auswirken, ist die Kommission überzeugt. Schließlich handele es sich um ein Großprojekt, das über Generationen hinweg die Region prägen werde.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Evangelische Landeskirche in Baden.

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