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DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V.

Atomwaffenfreies Deutschland wäre wichtiges Signal

23.03.2010 / 15:12. Unter dem Motto "unsere zukunft - atomwaffenfrei. next stop New York 2010" finden seit gestern Radtouren in und zu mehreren Dutzend Städten in Deutschland statt, die sich der weltweiten Bürgermeisterbewegung Mayors for Peace angeschlossen haben. Damit beginnt die heiße Phase der
Kampagne "unsere zukunft atomwaffenfrei", mit der über 50 Organisationen fordern, den im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland umzusetzen. Zudem soll die Mitarbeit und die Planung an dem Einsatz von Atomwaffen beendet werden. Zum Auftakt wurden

gestern Brigitte Schlupp-Wick und Wolfgang Schlupp-Hauck
(Mutlangen/Schwäbisch-Gmünd) durch die Bürgermeister Birkenkamp in Ratingen, die Bürgermeisterin Scho-Antwerpes in Köln und Bürgermeister Naass in Bonn auf ihrem Weg zum Atomwaffenlager Büchel empfangen.

Der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland hätte eine wichtige Signalwirkung vor der im Mai 2010 in New York stattfindenden Überprüfungskonferenz des nuklearen Nichtverbreitungsvertrages (Non-nuclear proliferation treaty). "Dort müssen Maßnahmen zur atomaren Abrüstung festgelegt werden. Die bereits von der NPT-Konferenz im Jahr
2000 - vor der Bush-Ära - beschlossenen praktischen Schritte zur nuklearen Abrüstung, auch der Vertrag über ein umfassendes Atomtestverbot, müssen endlich verwirklicht werden. Sonst verliert der NPT-Vertrag seinen Sinn. Wenn die NPT-Konferenz scheitert, wäre der Weg offen für ein ungehemmtes atomares Wettrüsten mit immer mehr Atomwaffenstaaten" (Auszug aus dem Appell "Für eine Welt ohne Atomwaffen").

Die Mayors for Peace sind Teil eines weltweiten Netzwerks von fast 3.700 Städten, darunter 354 in Deutschland, die die Forderung nach einer weltweiten Nulllösung für und einer konsequenten Ächtung von Atomwaffen erhebt. Um die Kampagne "2020 Vision" der Mayors for Peace für eine Welt ohne Atomwaffen zu unterstützen, wurde beim Treffen der deutschen
Mitgliedsstädte in Hannover am 27. November 2009 beschlossen, örtliche Veranstaltungen gegen atomare Rüstung zu unterstützen.

Neben den Radtouren bietet die Kampagne viele weitere Angebote zum Mitmachen in den kommenden Wochen an, um damit den Druck auf die Bundesregierung und die Atommächte zu erhöhen, die Vision Obamas von einer atomwaffenfreien Welt ganz konkret umzusetzen: eine Fax- und Briefaktion an die Bundeskanzlerin, eine Postkartenaktion an US-Präsident Obama, eine Osteraktion in Büchel neben vielen weiteren
Ostermärschen, die das Thema atomare Abrüstung aufgreifen sowie den Appell "Für eine Welt ohne Atomwaffen". Dieser Appell wurde von einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen und prominenter
Einzelpersonen auf den Weg gebracht.

Am vergangenen Wochenende sprachen sich bereits etwa 1.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Kongress "Friedenskultur 2010. unsere zukunft atomwaffenfrei" in Essen für "die vollständige Abschaffung aller Atomwaffen" aus. Es war der größte Kongress zu diesem Thema seit Ende des Kalten Krieges.

Weitere Informationen:

- Aktionsphase "Next Stop New York 2010:
http://www.atomwaffenfrei.de/next-stop-new-york-2010.html
- Liste aller Radtouren:
http://www.atomwaffenfrei.de/next-stop-new-york-2010/radtouren/aktionsformular.html

- Mayors for Peace Deutschland: http://www.mayorsforpeace.de/
- Appell "Für eine Welt ohne Atomwaffen": http://www.npt2010.de/
- Essener Erklärung: http://www.dfg-vk.de/thematisches/atomwaffen-abschaffen/2010/413

Die DFG-VK ist mit dem Gründungsjahr 1892 die älteste und mit etwa 4.300 Mitglieder die größte pazifistische deutsche Friedensorganisation. Durch Landesverbänden und mit vielen Gruppen ist sie bundesweit vor Ort vertreten. Die Mitglieder der DFG-VK sind in allen friedenspolitischen Themen in regionalen, bundesweiten sowie internationalen Zusammenhängen aktiv.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V..

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