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Landesverband Hessen des Naturschutzbundes Deutschland
Atomkraftwerk Biblis als Präzedenzfall für Energiewende
22.04.2010 / 12:11. "Eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für Windkraftanlagen gibt es nur bei gleichzeitigem Abschalten der Atomkraftwerke", so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes NABU Hessen. Vielerorts im Land gebe es Bedenken gegen den Ausbau der Windenergie, da sie das Landschaftsbild deutlich verändere. Dennoch sei eine Mehrheit der Bevölkerung für den Ausbau der erneuerbaren Energien, wenn im Gegenzug die Gefahren der Atomkraftwerke verschwinden. Der NABU Hessen ruft deshalb zur Teilnahme an der Biblis-Umzingelung am kommenden Samstag auf (www.NABU-Hessen.de).Unehrlich würde die Debatte, wenn den Bürgern beides zugemutet werde, Atomrisiko und die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Daher fordert der NABU von der hessischen Landesregierung ein klares Signal für die Ernsthaftigkeit einer neuen Energiepolitik. "In Biblis wird die Probe aufs Exempel gemacht", so Eppler. Block A des Atomkraftwerks Biblis sollte laut Atomausstiegsgesetz schon längst stillgelegt sein und wurde nur mit Tricks noch am Netz gehalten, bis die Bundesregierung wechselte.
Der von den Atomkraftbefürwortern beworbene "Energiemix" sei aktuell noch ein "Cocktail von Bedrohungen", so der NABU. Vielen habe die Vulkanasche-Wolke der letzten Tage in Erinnerung gerufen, wie am 26. April 1986 die radioaktive Giftwolke aus dem brennenden Atomkraftwerk in Tschernobyl über Europa gezogen sei. Damals konnte kein Gemüse aus dem Garten mehr geerntet werden und Kinder sollten nicht mehr draußen spielen. "Der gute Vorsatz der hessischen Landesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien wird erst dann glaubwürdig und vermittelbar, wenn gleichzeitig die Biblis-Reaktoren vom Netz gehen", so Eppler.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Landesverband Hessen des Naturschutzbundes Deutschland.

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