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Antimilitarismuskampagne der Linksjugend ['solid] Hamburg startet
02.02.2010 / 13:31. Kern der Kampagne ist eine sechsteilige Veranstaltungsreihe mit wissenschaftlichen Experten zu verschiedenen Themenkomplexen. Die erste Veranstaltung findet am 15.2.2010 um 19.30 im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt und trägt den Titel "Imperialismustheorie auf der Höhe der Zeit" mit einem Vortrag von Klaus Henning. Darüber hinaus wird es in den kommenden Monaten verschiedene Aktionen zu den beiden Schwerpunkten Rüstung und Wehrpflicht geben.Das Programm der Veranstaltungsreihe im Überblick:
15.2.2010 Klaus Henning: Imperialismustheorie auf der Höhe der Zeit 19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
Die Kriegspolitik der NATO hat zu weltweiten Protesten und auch zu einer Wiederentdeckung des Begriffes "Imperialismus" geführt. Marxistische Imperialismustheoretiker wie David Harvey, Leo Panitch usw. eint der Gedanke, dass hinter der zunehmenden Kriegspolitik nicht nur eine "imperialistische Politik" steht, die sich aus konservativen Denkweisen einer Regierung oder bestimmter Partikularinteressen (Militärindustrie, Finanzkapital, Lobbyismus) ergibt. Vielmehr versuchen sie zu erfassen und zu erklären, wie aus dem Kapitalverhältnis heraus permanent neue imperialistische Abhängigkeiten und Konflikte auf globaler Ebene entstehen.
22.3.2010 Detlef Mielke (DFG-VK): Kriegsdienstverweigerung und Rekrutierungsmethoden der Bundeswehr 19.30 Uhr - Büro der Bezirksfraktion von DIE LINKE Altona
Keinen Job? Immer noch keine Ausbildungsstelle gefunden? Angst vor Hartz IV? Der Arbeitsmarkt und Deine berechtigte Zukunftsangst machen Dich zum perfekten Ziel für die Rekrutierungsoffiziere der Bundeswehr, egal ob Du Mann oder Frau bist. Wehrpflicht gibt es leider immer noch als Zwangsdienst für die männlichen deutschen Jugendlichen. Ist Kriegsdienstverweigerung eine persönliche Möglichkeit, sich der Ausbildung zum Töten von Menschen zu entziehen? Ist der Zivildienst tatsächlich eine friedliche Alternative zum Kriegsdienst?
7.4.2010 Rolf Verleger: Judentum und Zionismus 19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
Judentum und Zionismus sind nicht miteinander identisch und die jüdische Sicht auf den Staat Israel und auf die zionistische Strömung, die sich heute im Programm israelischer Politiker wiederfindet, ist keineswegs einheitlich. In seinem Vortrag kritisiert der Autor Rolf Verleger die israelische Kriegs- und Besatzungspolitik gegenüber den Palästinensern und plädiert für ein längst überfälliges Umdenken in der Palästinafrage. Er betont, dass die notwendige Ablehnung von Israels derzeitiger Staatspolitik keineswegs automatisch antisemitisch ist, wie oft behauptet wird.
11.5.2010 Lühr Henken: Der Fall Afghanistan: Deutsche Interessen am Hindukusch Oder: Krieg am Hindukusch im 9. Jahr - Gibt es eine Chance auf Frieden? 19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
Seit 2002 wird nun "Deutschlands Sicherheit" am Hindukusch verteidigt. Der von Deutschland und der NATO geführte Krieg fordert jedes Jahr die Leben tausender ZivilistInnen. Von einem "zivilen Aufbau" im Land, welcher die Toten legitimieren soll, kann keine Rede sein. Der Krieg in Afghanistan entwickelt sich zunehmend zur Feuerprobe für die westlichen Militärmächte, deren Scheitern sich immer deutlicher abzeichnet und die das Land verwüstet und im Bürgerkrieg zurücklassen. Zu einer linken Politik gehört es, sich fernab der ideologischen sicherheitspolitischen Rechtfertigungen von Krieg und Elend für den sofortigen Abzug der Bundeswehr und der anderen NATO-Besatzungsarmeen aus Afghanistan einzusetzen.
23.6.2010 Tobias Pflüger: Die Transformation der Bundeswehr und die Militarisierung der deutschen Außenpolitik 19.30 Uhr - Universität Hamburg, ESA 1, Hörsaal H,Edmund-Siemers-Allee 1
Die Bundesrepublik hat in den letzten zwei Jahrzehnten ihre Außenpolitik zunehmend remilitarisiert. Seit dem Tabubruch durch die Beteiligung Deutschlands am Kosovokrieg 1999 haben die jeweiligen Bundesregierungen deutsche ökonomische und politische Interessen wieder mit militärischen Mitteln verfolgt. Die Bundeswehr musste dafür der umfassendsten Transformation ihrer Geschichte unterzogen werden. Aus einer "Armee zur Landesverteidigung" ist eine "Armee im Kriegseinsatz" geworden, deren gesamte neue Struktur darauf ausgelegt ist, überall auf der Welt flexibel und schnell Krieg führen zu können. Das erste Jahrzehnt bundesrepublikanischer Angriffskriege -- auch im internationalen Verbund -- ist also nur der neuerliche Auftakt zu militärischer Gewalt und Ausbeutung von deutschem Boden aus, keineswegs ihr Ende. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit DIE LINKE.SDS Hamburg statt.
12.7.2010 Jürgen Wagner: Militarisierung der EU-Außenpolitik und NATO-Kriegspolitik - Transformationen und Kontinuitäten 19.30 Uhr - Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
Die NATO und EU haben in den vergangenen zehn Jahren einen grundlegenden politischen und organisatorischen Wandel vollzogen, in dessen Rahmen die Außenpolitik der EU militarisiert wurde und die NATO sich von einem militärischen Verteidigungs- zu einem Interventionsbündnis entwickelt hat. Sowohl die EU als auch die NATO erklären heute offen, dass die gewaltsame Durchsetzung ökonomischer und politischer Interessen im Mittelpunkt ihres Handelns stehen. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe dieser Entwicklung.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Die Linke. Hamburg.

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