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SPD Nordrhein-Westfalen

AG 60plus zu Äußerungen der CDU-Senioren in NRW

21.06.2010 / 16:20. Gerhard Kompe, Vorsitzender der NRW-SPD AG 60plus, zum Zeitungs­bericht in der Westfälischen Rundschau "Tante-Emma-Läden" für Ältere: Man ist doch sehr verwundert was Herrn Kuckart, dem Vorsitzenden der CDU-Senioren in NRW, wichtig erscheint, um die Situation älterer Menschen in unserer Gesellschaft zu verbessern.


"Tante-Emma-Läden" für Ältere; Stufen von Straßenbahnen zu hoch, Bänke müssen hinten und seitlich Lehnen haben; usw. Dies wird verbunden mit Vorwürfen an Herrn Noch-Minister Laschet, - mit Blick auf den demographischen Wandel nichts geleistet, und Bundesministerin Kristina Schröder, die glaubt, Ältere leben auf Kosten der Jüngeren.

Die Kritik an den Ministern wirft schon ein bezeichnendes Bild auf den Zustand der inneren Zerrissenheit in der CDU. Dies will ich nicht kommentieren. Aber gerade wenn von Zukunftsaufgaben die Rede ist, wenn man eine Gesellschaft will, in der Jung und Alt gemein­sam Zukunft gestalten, bedarf es schon etwas mehr als das, was die Senioren-Union vorschlägt.

Den demographischen Wandel sozial gerecht zu gestalten verlangt auch aus der Sicht der Älteren einen umfassenderen Ansatz. Wir, die AG 60plus, wollen ein menschenwürdiges Leben im Alter. Deshalb streiten wir für ausreichende finanzielle Möglichkeiten, um selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teil­nehmen zu können. Den Kampf gegen Altersarmut führen wir gemeinsam mit den Jungen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und Niedriglöhne.

Wer sich für ein selbstbestimmtes Leben einsetzt, wer sich dafür einsetzt, dass dem Wunsch der Menschen entsprochen wird, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung, im vertrauten Umfeld, auch bei steigendem Unterstützungsbedarf, verbleiben zu können, muss sich um ent­sprechend gestalteten Wohnraum kümmern. Da gibt es in vielen Kommunen positive Ent­wicklungen. Leider ist die öffentliche Förderung durch die abgewählte Regierung hinter den Notwendigkeiten zurückgeblieben. Dies wird sich ändern.

Das Wohnen im gewohnten Quartier, im Stadtteil, im Dorf, als Mittelpunkt des Alltags, braucht dann nicht nur den Tante-Emma-Laden, sondern den Arzt, die Apotheke, soziale und kulturelle Einrichtungen, die Chance zur wohnortnahen Weiterbildung und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Damit Städte und Gemeinden dies für ihre Bürger insgesamt, aber besonders auch für die Älteren, sicherstellen können, brauchen sie eine entsprechende Finanzausstattung. Die Kom­munen sind aber durch die abgewählte Landesregierung eher in die Finanznot getrieben wor­den. Dies wollen und werden wir ändern. Es wäre reizvoll noch eine ganze Reihe von Beispielen unzureichender Politik für alle Generationen durch die CDU aufzuzeigen. Es geht eben nicht nur um Parkbänke mit Rückenlehnen.

Die AG 60plus hat daher dafür gesorgt, dass das Wahlprogramm der SPD ein Kapitel V "Solidarische Gesellschaft" enthält. Es lenkt den Blick auf umfassendere und notwendige Zukunftsgestaltung. Wir brauchen auch aus der Sicht der älteren Bürgerinnen und Bürger das Zusammenwirken von Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Gesundheits-, Familien-, Finanz- und Kom­munalpolitik. Dies, damit die Älteren nicht am Rande, sondern in Zukunft mitten in unserer Gesellschaft in Würde leben.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: SPD Nordrhein-Westfalen.

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