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EUREGIO Grenzüberschreitende kommunale Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Grenzraum e.V.
"A Wall is a Screen" beim Unabhängigen Filmfest OsnabOsnabrück
20.09.2010 / 14:40. Die Fassaden der Innenstadt Osnabrücks werden am kommenden Samstag zum Kinosaal im Freien. Im Rahmen des „25. Unabhängigen Filmfest Osnabrück“ wirft das Hamburger Projekt „A Wall is a Screen“ (zu dt. etwa „Eine Fassade wird zur Leinwand“) in einer Kombination aus Filmnacht und Stadtführung Kurzfilme an die Gebäude und lässt die Stadt so buchstäblich in ganz neuem Licht erstrahlen. Das Projekt ist gleichzeitig ein Programmpunkt des Kulturreigens GrensWerte, der die EUREGIO in den nächsten vier Jahren mit Kunst und Kultur aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet bestückt. Im niederländischen Almelo wird die innovative Idee aus Hamburg zudem während der Atelier- und Theaterroute am 24. September durch das dortige Media Art Flow Festival organisiert. Mit dem holländischen Auftritt und dem damit einhergehenden interkulturellen Blickwinkel spiegelt „A Wall is a Screen“ mustergültig die Idee von GrensWerte wider.Das Projekt greift ein modernes Phänomen der Innenstädte auf: Wohnraum verschwindet, Gewerberaum entsteht. Tagsüber erfolgt durch die Büros und Geschäfte eine große Frequentierung, doch nach Geschäftsschluss leeren sich die Innenstädte. Diese „Pause“ im Leben der City nutzt „A Wall is a Screen“: Als Kombination aus Stadtführung und Filmnacht wandert eine Gruppe von Menschen durch die Stadt und macht Halt an hellen Wänden. Mit Einbruch der Dunkelheit werden Kurzfilme verschiedener Genres gezeigt. Ist ein Film zu Ende, zieht die Gruppe weiter zur nächsten weißen Wand. Als Stadtführung bringt dieses Projekt zum einen Menschen an Orte ihrer Stadt, die sie vorher noch nie besucht haben. Zum anderen lassen sich stadthistorische Filmdokumente an den Orten vorführen, an denen sie gedreht wurden. Als Filmnacht stellt sich ein verblüffender Effekt ein: Der Film korrespondiert mit seiner Umgebung und die Umgebung korrespondiert mit dem Film. Die Gegend scheint plötzlich im Film mitzuspielen, Passanten werden zu Darstellern. Ertönt in der Ferne eine Polizeisirene, scheint sie Einfluss zu nehmen auf das Filmgeschehen.
Bereits zum sechsten Mal bildet „A Wall is a Screen“ das Warm Up zum Filmfest und gewährt einen ungewöhnlichen Blick auf Osnabrücks City. Und nicht nur da: Die hanseatischen Cineasten waren schon in der Ukraine, Rumänien, Spanien, den USA und Marokko unterwegs. Neben dem Archiv der Kurzfilmagentur Hamburg mit ca. 15.000 Filmen steht „A Wall is a Screen“ ein internationales Netzwerk von Kurzfilmfestivals zur Verfügung. Zudem wird regelmäßig mit lokalen Filmemacher kooperiert, sodass z. B. auch Filme von Kunsthochschulstudenten gezeigt werden. Bei schlechtem Wetter wird übrigens auf U-Bahnhöfe und Unterführungen ausgewichen. Startpunkt ist das Theater Osnabrück am Domhof.
www.grenswerte.eu, www.filmfest-osnabrueck.de
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: EUREGIO Grenzüberschreitende kommunale Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Grenzraum e.V..

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