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IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid
"A3-Anschluss Solingen: Parteidogmatik siegt über Fakten". - IHK kritisiert Entscheidung der Landesregierung
24.09.2010 / 13:09. „Da wird für viel Geld eine Verkehrsuntersuchung gemacht, um die am besten geeignete Trasse zu finden. Und jetzt, wo – nach eineinhalb Jahren – endlich das Ergebnis vorliegt, wird genau diese Trasse von der Landesregierung ‚beerdigt’, ohne die Untersuchungsergebnisse überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Dass die Solinger weiter im Stau stehen, interessiert scheinbar in Düsseldorf niemanden. Hier siegt Parteidogmatik über Fakten. Und dann wundern sich manche noch, dass die Politikerverdrossenheit immer mehr um sich greift.“ Mit diesen Worten kommentiert Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid, die jüngste Entwicklung beim Dauerthema neuer A3-Anschluss für Solingen.Die Äußerungen von Sylvia Löhrmann, dass man das Problem durch eine ominöse „Ertüchtigung“ der Bonner Straße und kosmetische Änderungen an der jetzigen Anschlussstelle beheben könne, zeigten, dass sie nicht gewillt sei, Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Wenge wörtlich: „Hier wird Politik auf Kosten der betroffenen Menschen gemacht. Ohne eine angemessene Straßeninfrastruktur wird Solingen im Standortwettbewerb weiter zurückfallen – mit den entsprechenden Folgen für Investitionen und Arbeitsplätze.“
Der immer wieder ins Spiel gebrachte Anschluss über die Haus-Gravener-Straße sei offenkundig keine Alternative. So zeige das Gutachten eindeutig, dass diese Variante zwar möglich, aber alles andere als optimal wäre. Sie würde vor allem zu mehr Verkehr in Langenfeld sorgen. Kein Wunder also, dass die Nachbarstadt diese Trasse ablehne. Vor allem aber müssten auch für diese Variante umfangreiche Neubauten erfolgen, was die neue Landesregierung ja aus Prinzip ablehne. „Und auch der Bund wird sicher keinen neuen Autobahnanschluss mitfinanzieren, der in einem Verkehrsgutachten nur als zweitbeste Lösung identifiziert wurde, während die beste Trasse aus politischen Gründen gekippt wurde.“
Die IHK werde weiter versuchen, für das Problem eine sachliche Lösung zu finden. Wenge plant deshalb einen „Straßengipfel“, für den alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden sollen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid.

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