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Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein
Schwerpunktthema sexueller Missbrauch auf der Jugendministerkonferenz
17.06.2010 / 11:31. Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Länder beginnt heute (17.6.) in Schwerin. Ein wichtiges Thema ist die Weiterentwicklung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch. Jugendminister Dr. Heiner Garg betonte anlässlich der Konferenz: "Der Staat ist sich seiner Verantwortung für Kinder bewusst. Wir wollen daher gemeinsam mit den Ländern den Kinderschutz weiter verbessern. Die Berichte Betroffener der vergangenen Wochen verdeutlichen den Handlungsbedarf bei der Aufarbeitung und Prävention sexueller Gewalt. Dazu gehört auch sexuelle Gewalt in pädagogischen oder kirchlichen Einrichtungen sowie in Einrichtungen der Jugendhilfe, die durch eine besondere Nähe von Erwachsenen zu Kindern geprägt sind. Entscheidend ist, dass jeder einzelne Mensch Verantwor-tung für Kinder übernimmt. Das bedeutet: Kinder ernst nehmen, Hinsehen, Ansprechen oder professionelle Hilfe informieren, wenn Gefahr droht."Dass sich das Bewusstsein für Kinderschutz schärft, dafür sprechen aktuelle Zahlen: 2009 sind 1.513 vorläufige Schutzmaßnahmen durch die Jugendämter für Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein eingeleitet worden (nicht inbegriffen Hilfsmaßnahmen für unbegleitet aus dem Ausland eingereiste Jugendliche). Das sind 15 % mehr als 2008 (Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein).
Die Länder werden auf der Jugendministerkonferenz Themen wie die Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs oder die Weiterentwick-lung der rechtlichen Rahmenbedingungen beim Umgang mit sexueller Gewalt im Betriebserlaubnisverfahren und der Überprüfung von Einrichtungen behandeln. Ziel ist es dabei, einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen. Das Land Schleswig-Holstein hatte bereits im April gemeinsam mit dem Kinderschutzbund die Veranstaltungsreihe zur "Prävention von sexuellem Missbrauch in Institutionen" gestartet, um Informationen, Aufklärung, Sensibilisierung und Qualifizierung der Beteiligten weiter zu entwickeln. Etabliert sind in Schleswig-Holstein verschiedene Angebote, die es Kindern und Jugendlichen er-leichtern sollen, rasche Hilfe zu finden (www.sozialministerium.schleswig-holstein.de, Suchwort Kinderschutz). Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein läuft seit rund einem Jahr das Projekt "Kein Täter werden" (www.kein-taeter-werden.de).
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein.

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