Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!
Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
"Kein Täter werden"
08.09.2010 / 16:30. Im Rahmen des Forschungs- und Präventionsprojekts „Kein Täter werden“ der Sexualwissenschaftlichen Ambulanz der Universität Regensburg bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.Hintergrund:
Laut polizeilicher Kriminalstatistik werden in Deutschland jährlich etwa 20.000 Kinder Opfer sexueller Übergriffe. Die Dunkelziffer liegt jedoch um ein Vielfaches höher, wie die Ergebnisse repräsentativer Erhebungen belegen.
Zur Vorbeugung von sexuellen Übergriffen auf Kinder muss es daher Ziel sein, Angebote zur Verfügung zu stellen, die im Dunkelfeld greifen und wirksam werden, bevor sexuelle Übergriffe auf Kinder begangen werden.
Das Projekt:
Hier setzt das Forschungs- und Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ der Sexualwissenschaftlichen Ambulanz der Universität Regensburg an, im Rahmen dessen Möglichkeiten präventiver Therapie zur Verhinderung sexueller Übergriffe auf Kinder untersucht werden sollen. Es handelt um die Fortsetzung der an der Berliner Charité seit 2005 laufenden
Studie zur präventiven Therapie bei (potentiellen und realen) „Dunkelfeld-Tätern“. Betroffene sollen mithilfe einer PR- und Medienkampagne ab September 2010 auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht werden, an der Universität Regensburg kostenlos und schweigepflichtgeschützt sowohl eine diagnostische Abklärung ihres Problems erhalten zu
können, als auch Beratung und ggf. therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen zu können.
Die Zielgruppen:
Aus der Projekterfahrung des Charité-Instituts wissen wir, dass viele Männer mit pädophiler Präferenz ein Problembewusstsein bezüglich ihrer sexuellen Impulse besitzen, unter dieser Ausrichtung ggf. sogar leiden und aus diesem Grund von sich aus therapeutische Hilfe wünschen. Über 1.000 Männer haben sich bereits in Berlin gemeldet, konnten oftmals jedoch die Hilfe nicht in Anspruch nehmen, da die Entfernung nach Berlin für die wöchentliche therapeutische Behandlung nicht überbrückbar ist. Zudem strebt die Abteilung der Universität Regensburg an, weitere
wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen, mit denen der präventive Schutz vor sexuellem Kindesmissbrauch gestärkt werden kann. Das Projekt richtet sich damit an zwei Zielgruppen: Zum einen an potenzielle Täter, welche dazu motiviert werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen und damit sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern. Außerdem an eine breite Öffentlichkeit, die über das Projekt und die Behandlung von Menschen mit pädophiler Neigung informiert und aufgeklärt
wird.
Botschaft des Projektes:
Die Botschaft des Forschungsprojektes, das auf die Prävention von sexuellen Übergriffen auf Kinder abzielt, lautet: „Du bist nicht schuld an Deinen sexuellen Gefühlen, aber Du bist verantwortlich für Dein sexuelles Verhalten! Werde kein Täter! Es gibt Hilfe! Du bist nicht allein!“ Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich entschließen könnten, sich ebenfalls aktiv an der Prävention sexuellen Missbrauchs von Kindern zu beteiligen, indem Sie die mitgesandten
Anzeigen in Ihren Medien platzieren.
Da es kein Budget für Anzeigen-Schaltungen gibt, ist das Projekt auf Unterstützung von Werbeträgern angewiesen. Über den zur Verfügung gestellten Mediawert kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Kommentare zu diesem Artikel
Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Kommentieren >>
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben!