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Universität Bremen

Junge Linguisten rücken näher zusammen

17.09.2010 / 09:11.
Seit dem Festival der Sprachen im vergangenen Jahr weiß man nicht nur in Bremen: Linguistik ist im Wissenschaftsbetrieb eine kleine Disziplin, aber keine im wissenschaftlichen Elfenbeinturm. Sie befasst sich vielmehr mit der Allgegenwart von Sprache und den 6.500 Sprachen weltweit – ein riesiges Forschungsfeld. Und da ergibt es Sinn, die Kooperation verschiedener sprachwissenschaftlicher Arbeitsgebiete enger zu vernetzen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Wege wird am 23. September 2010 an der Universität Bremen getan. Dann gründet sich offiziell auf Initiative des Sprachwissenschaftlers Professor Thomas Stolz von der Universität Bremen das wissenschaftliche Netzwerk „Sprachkontakt und Sprachvergleich“. Hier soll vorrangig der Linguistik-Nachwuchs kooperieren, zunächst in den Schwerpunkten „Koloniallinguistik", „Typologie", „Areallinguistik" sowie „Sprachliche Imperien". Dabei kann beispielsweise beim gerade in der Linguistik weltweit lebhaft diskutierten Thema Kleinsprachen - immerhin sind 60 Prozent aller Sprachen weltweit vom Aussterben bedroht - aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln zusammengearbeitet werden. An der feierlichen Eröffnung nehmen neben Uni-Rektor Professor Wilfried Müller zahlreiche Sprachwissenschaftler aus dem In- und Ausland teil. Auf dem Programm stehen Vorträge der renommierten Professoren Pieter Muysken (Nijmegen) und François Jacquesson (Paris). Die Bremer Initiatoren des neuen Netzwerks bestätigen mit ihrer Aktivität einmal mehr, dass die Universität Bremen mit ihrer lebendigen Linguistik auch überregional Zeichen setzt.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Bremen.

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