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Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

4. Europäischer Monat der Fotografie Berlin 2010

27.09.2010 / 10:33. Die Berlinische Galerie ist Festivalzentrum des 4. Europäischen Monats der Fotografie. Neben einer spektakulärer Installation von raumlaborberlin und zahlreichen Veranstaltungen werden hier vier Positionen präsentiert: Emil Otto Hoppé mit vintage prints aus den 1920er Jahren, der Hannah-Höch-Preisträger 2010 Arno Fischer mit Fotografien von 1953 bis 2006, zeitgenössische Online-Projekte im Rahmen von „Mutations III“, eine Ausstellung der sieben Partnerstädte des Monats der Fotografie, und ab November Nan Goldin mit ihrem Berliner Werk von 1984 bis 2009.


Arno Fischer. Fotografien 1953-2006. Hannah-Höch-Preis 2010 Arno Fischer (*1927) ist als Künstler und Lehrer seit drei Generationen für die Fotografie von prägendem Einfluss. Sein Projekt „Situation Berlin“ (1953-1960) gilt als der bedeutendste fotografische Beitrag über die Teilung Berlins in der frühen Nachkriegszeit. Zu seinem Œuvre, das in der Tradition der „Life-Fotografie“ steht, gehören außerdem Porträt-, Mode- und Reisefotografien. Fischers Fotografien sind komplex strukturierte, sinnbildhafte Einzelbilder. Sein Interesse gilt dem Zustand der Gesellschaft, der Beziehungen der Menschen untereinander und der existentiellen Verfassung des Einzelnen. Ausstellung und Katalog mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Menschen, Dinge, Menschenwerk. Emil Otto Hoppé – Fotografien 1925-1929 Emil Otto Hoppé (1878-1972) wurde im Deutschland der Weimarer Republik durch veröffentlichte Fotobücher wie „Deutsche Arbeit. Bilder vom Wiederaufstieg Deutschlands“ (1930) bekannt. Die Ausstellung „Menschen, Dinge, Menschenwerk“ der Kulturprojekte Berlin GmbH zeigt daraus 60 Fotografien, die Hoppés Faszination für die Welt der Industrie widerspiegeln und seinen Übergang zur modernistischen Fotografie markieren. Sie werden ergänzt von Porträts bekannter Filmstars, die 1927 im Auftrag der UFA entstanden.

Mutations III. Public Images - Private Views Die Ausstellungsserie „Mutations“, das gemeinsame Projekt der sieben Partnerstädte des Europäischen Monats der Fotografie, widmet sich seit 2006 den Experimentalfeldern der zeitgenössischen Fotografie. In „Mutations III“ thematisieren web-gestützte Projekte die Auflösung der Grenzen zwischen Bildern der privaten und der öffentlichen Sphäre im Internet. Künstler: Anders Bojen / Kristoffer Ørum (DK), Benjamin Cadon / Ewen Chadronnet (FR), Edmund Clark (GB), Rob Hornstra / Arnold van Bruggen (NL), Susanne Wehr (D)

Berlinische Galerie – Festivalzentrum Erstmals konnte in Kooperation von Kulturprojekte Berlin GmbH und dem Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur ein Festivalzentrum geschaffen werden, welches als temporäre Architektur sowohl den Innen- wie auch den Außenraum der Berlinischen Galerie einbezieht. Die achtköpfige Gruppe raumlaborberlin, bekannt geworden durch bemerkenswerte Eingriffe in den urbanen Raum, entwickelte das Konzept, um dem Europäischen Monat der Fotografie einen Treffpunkt und ein Veranstaltungszentrum zu geben. Lesungen mit prominenten Schauspielern, Lounge-Abende, Vorträge, Gespräche, geführte Bustouren und Kuratorenführungen ergänzen und verbinden dort die einzelnen Veranstaltungen und geben dem Monat der Fotografie einen Mittelpunkt.

Spektakulärer Installation von raumlaborberlin raumlaborberlin besteht seit 1999 und war in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf der internationalen Architekturbiennale in Venedig vertreten. Alle Ideen der Arbeits- und Aktionsgemeinschaft für Architektur und Urbanismus kreisen letztendlich um Orte der Zusammenkunft und sind inspiriert von Strömungen utopischer Avantgarde-Architektur. Ihre Arbeit „Soft Solution“ für den Monat der Fotografie verknüpft die verschiedenen Bereiche Vorplatz – Café Dix – Museum und verleiht der Berlinischen Galerie eine neue und einzigartige Ausstrahlung. Ausgangsbasis und verbindendes Element gleichermaßen ist das harte Konstruktionsraster des Gebäudes in der Alten Jakobstraße. Die übergeordnete Struktur des Museums erfährt dabei unterschiedliche Transforma-tionen und materialisiert sich an verschiedenen Stellen. So schlägt „Soft Solution“ eindrucksvoll die Brücke zwischen Fotografie und Gebäude, indem das Raster den räumlichen Entwurf flächig abbildet und damit optisch auf das Thema der Fotografie verweist.
 
Der Europäische Monat der Fotografie ist eine Veranstaltung der Kulturprojekte Berlin GmbH und wird finanziert durch Zuwendungen der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin sowie der Senatskanzlei Berlin, Kulturverwaltung. Die Veranstaltungen im Festivalzentrum werden in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie organisiert. Weitere Informationen unter www.mdf-berlin.de und www.berlinischegalerie.de

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Berlinische Galerie - Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur.

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