Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!
RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund
15 Jahre RMV , 15 Jahre Taktgeber für die Region
27.05.2010 / 09:18. Am 28. Mai vor 15 Jahren war es so weit: Mit einem Schlag verschwanden mehr als 110 Fahrkarten-Systeme von der hessischen Landkarte: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ging an den Start, und die Fahrgäste können seitdem in Bussen und Bahnen mit einer einzigen preiswerten Fahrkarte vom Fuldaer Dom bis zum Wiesbadener Kurhaus fahren, vom Kinzigtal in den Rheingau, von Dillenburg nach Darmstadt. Heute gewohnter Standard - damals eine kleine Revolution im Nahverkehr.Ein nachhaltiger Qualitätssprung: Denn der RMV nahm flott Fahrt auf: Seine Gesellschafter – 26 Landkreise und große Städte – weiteten gemeinsam mit dem Land Hessen Schritt für Schritt die Verkehrsangebote aus, verbesserten die Anschlüsse an den Knotenpunkten, kümmerten sich um die Informationen für die Fahrgäste, öffneten mit Ausschreibungen den Verkehrsmarkt, um mit geringeren Kosten für die Allgemeinheit die Qualität zu steigern und die Fahrplanbücher dicker zu machen.
Vereinbarungen mit den Nachbarn machten die Grenzen des Verkehrsverbundes durchlässig, so dass nun neben den fünf Millionen Einwohnern fast zwei Millionen Menschen zusätzlich mit dem Verbundtarif bequem reisen können. Diese Verbesserungen haben den öffentlichen Nahverkehr immer beliebter gemacht. Mittlerweile sind mehr als 660 Millionen Menschen pro Jahr mit dem RMV unterwegs – 130 Millionen jährlich mehr als zum Beginn. Addiert man die Jahreswerte, war statistisch gesehen die gesamte Weltbevölkerung mehr als einmal mit dem RMV unterwegs.
„In den 15 Jahren seines Bestehens kann der RMV Leistungen und Weichenstellungen vorweisen, die heute schon den Takt der Zukunft vorgeben“, bilanziert RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat gegenüber den Medien. Er bedankt sich dabei bei allen Beteiligten: dem Land, den kommunalen Gesellschaftern sowie deren Lokalen Nahverkehrsorganisationen, den Verkehrsunternehmen und allen anderen Partnern des Verbundes. „Und den Fahrgästen danke ich dafür, dass sie mit ihrem regen Zuspruch die finanziellen Grundlagen stabilisieren und unsere Innovationsfreude anspornen“
RMV – 15 Jahre Taktgeber im Leistungsangebot
Das S-Bahnnetz wurde ausgebaut Richtung Offenbach – Hanau, nach Darmstadt und in den Rodgau hinein. Dazu kamen deutliche Taktverdichtungen, etwa im Wochenendverkehr. Zum Regionalverkehr sei beispielhaft die modernisierte Odenwaldbahn genannt, die nicht nur wegen ihrer Direktzüge nach Frankfurt enorme Fahrgastzuwächse verzeichnete. Andere Beispiele sind die Verlängerung der Taunusbahn bis Brandoberndorf und die Modernisierung der Niddertalbahn. Das Flügelungskonzept des MittelhessenExpress´ stärkte intelligent die ansonsten bis zur Kapazitätsgrenze beanspruchte Achse Mittelhessen - Mainmetropole. Intelligent genutzt haben die Partner im RMV auch die Ausschreibungen im Busverkehr. Diese wurden als Gelegenheiten wahrgenommen, die bestehenden Netze lokal und regional neu zu knüpfen.
RMV – 15 Jahre Taktgeber im Tarif
Alle Fahrkarten sind zielgruppenspezifisch zugeschnitten. Zeitkarten sind wahlweise übertragbar auf andere Personen oder personalisiert, was jeweilsspezielle Vorteile beinhaltet. Wer den morgendlichen Berufsverkehr meiden
kann, fährt am preiswertesten mit dem 9-Uhr-Ticket. Für Schüler und Auszubildende gibt es die CleverCard, Studenten nutzen das Semesterticket, Gruppentageskarten und das Hessenticket befördern Gruppen am
preiswertesten, Jobticket und Kombiticket sind günstige Alternativen zum Autofahren in Beruf und Freizeit. Und wer sich besonders gut auskennt, nutzt am Wochenende die RMV-ErlebnisCard nicht nur zum preiswerten Schlemmen, sondern auch zur Hin- und Rückfahrt zum halben Preis. So macht selbst ein Tarifsystem richtig Freude.
RMV – 15 Jahre Taktgeber für die Kommunikation mit den Kunden
Ohne den ständigen Kundenkontakt könnte der RMV seine Leistungen nicht optimieren. Das direkte Gespräch ist auch in Zeiten der elektronischen Medien unerlässlich. Deshalb stellt der RMV von Anfang an seine Konzepte im Fahrgastbeirat im Gespräch mit Fahrgästen und Verbandsvertretern auf den Prüfstand. Die mehr als 20 im Verbundgebiet verteilten Mobilitätszentralen bieten den Kundinnen und Kunden die Gelegenheit zum vertiefenden Gespräch über alle Aspekte des Angebots. Das Gleiche gilt für die telefonische Servicenummer des RMV (01805rmvinfo), die inzwischen rund um die Uhr erreichbar ist. Zu einem zentralen Medium ausgebaut wurde die RMV-Homepage rmv.de mit mehr als einer Million Seitenaufrufen pro Tag. Sie dient auch als Plattform für personalisierte Dienste wie das HandyTicket und für den direkt auf die jeweiligen lokalisierbaren Informationen zugeschnittenen mobilen Zugriff. In der Fahrplanauskunft ist es mobilitätseingeschränkten Reisenden für die Mehrzahl der Verbindungen möglich, speziell für ihre individuell einstellbaren Anforderungen barrierefreie Reiseketten zu erkunden. Mit seiner Kundenzeitschrift „RMVmobil“ informiert der Verbund über alle Neuigkeiten und erreicht damit alle Haushalte. Vertiefende Informationen über die speziellen Angebote finden die Fahrgäste in einer breiten Palette von Informationsbroschüren, ausgerichtet auf die jeweiligen
Zielgruppen.
RMV – 15 Jahre Taktgeber bei der Sicherheit
Das Sicherheitsgefühl seiner Fahrgäste ist für den RMV von Anfang an ein Thema, das die Verbundpartner sehr ernst nehmen. Sie setzen dabei zwar auch auf technische Überwachungsmöglichkeiten wie Videokameras, jedoch überwiegend auf Personalpräsenz. So werden bereits seit 1996 spätestens ab 21 Uhr alle S-Bahnzüge von Sicherheitskräften begleitet. In seinen Ausschreibungen fordert der RMV, dass alle Regionalzüge mit Zugbegleitern besetzt werden. Damit entspricht der Verbund den Erwartungen seiner Fahrgäste, die personelle Präsenz besonders wertschätzen. Seit Einsatz der neuen, durchgängig begehbaren S-Bahn-Fahrzeuge wird das Sicherheitsempfinden in den Bahnen von den Fahrgästen nochmals deutlich besser beurteilt. Die Verkehrsunternehmen im Verbund lassen außerdem in neuen Fahrzeugen, an Haltestellen und Stationen, Sprechstellen zur schnellen Kontaktaufnahme installieren. Schulungen des Fahrpersonals zu deeskalierendem Verhalten in schwierigen Situationen dienen ebenfalls dem Sicherheitsgefühl der Fahrgäste.
RMV – 15 Jahre Taktgeber für den Wettbewerb im Verkehrsmarkt
Schon in den 90er Jahren unterrichtete der RMV die Verkehrsunternehmen über seine Absicht, die Leistungen auf den Linienbündeln von Bus und Bahn europaweit auszuschreiben. 2009 waren alle regionalen Buslinien im RMV nach den Ausschreibungskriterien des Verbundes neu vergeben. Auf der Schiene schreitet das wettbewerbliche Verfahren mit dem Auslaufen der bestehenden Verkehrsverträge voran. Für die über 160 Verkehrsunternehmen im RMV bedeutete der Übergang in den Wettbewerb große Veränderungen, denn in seinen Ausschreibungskriterien legte der Verbund unter anderem hohe Fahrzeug-Standards fest in Bezug auf Komfort, Barrierefreiheit und Klimaschutz. Durch die Ausschreibungspraxis gelang es dem RMV, Kosten zu reduzieren und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seinen Kunden ein wachsendes Angebot bei gleichzeitig verbesserter Qualität zu bieten. Die wettbewerbliche Vergabepraxis trägt dazu bei, dass auch in Zukunft Tarifanpassungen moderat ausfallen. Darüber hinaus zeigen die bisherigen Ausschreibungen, dass - entgegen erster Befürchtungen - auch mittelständische Verkehrsunternehmen und Zusammenschlüsse von kleineren Unternehmen von dem Verfahren profitieren.
RMV – 15 Jahre Taktgeber für mehr Qualität
Die Qualität des Nahverkehrs lässt sich vor allem an den Kriterien Pünktlichkeit, Sauberkeit, subjektive Sicherheit und Informiertheit messen. Dazu hat der RMV für seine Ausschreibungen Qualitätsstandards für Busse und Bahnen entwickelt. Darüber hinaus spielen die definierten Standards eine wichtige Rolle bei der Vergütung der Verkehrsunternehmen: In Form eines Bonus-/ Malus-Systems werden diese überprüft und bewertet. Da es die Kundinnen und Kunden sind, die darüber entscheiden, ob sie ein bestimmtes Angebot noch einmal wahrnehmen möchten oder nicht, ist daran gedacht, die subjektive Wertung noch stärker als bisher zu gewichten. Denn die Qualitätssteigerung wird im RMV auch in Zukunft eine Hauptrolle spielen.
RMV – 15 Jahre Taktgeber für die Infrastruktur
Obwohl er nicht Eigentümer ist, ist die Weiterentwicklung der Infrastruktur eine der Hauptaufgaben des Verbundes. Im Regionalen Nahverkehrsplan legte der RMV fest, welche Projekte mit den jeweiligen Partnern realisiert werden sollen. Für bestehende Bahnhöfe und Stationen schuf der RMV den Stationsentwicklungsplan (STEP), ein Förderprogramm, das Standards für die Ausstattung, Barrierefreiheit und Sauberkeit der Halte definiert. Für die Erreichung der Ziele stellt der RMV finanzielle Mittel und Knowhow zur Verfügung. Mit STEP konnten an rund 70 Prozent der fast 400 Stationen Verbesserungen erreicht werden. Außerdem beteiligt der RMV sich an den Planungskosten für neue Stationen, um Siedlungsgebiete besser anzubinden. Zur Infrastruktur eines modernen Verbundes gehört auch eine komfortable Flotte von Fahrzeugen, wie die 100 neuen klimatisierten S-Bahnen und rund 1.200 weitgehend barrierefreien Regionalbusse mit Niederflurtechnik und hohen Umweltstandards.
RMV – 15 Jahre Taktgeber für einen modernen Vertrieb
Als einer der ersten Verbünde Deutschlands führte der RMV elektronische Tickets ein. Eine wichtige Sparte bilden die Handytickets. Sie sind beliebt und leicht zu erwerben. Durch die Anwendung der „Nearfield-Technologie“ (NFC) können die Fahrkarten heute bereits mit drei Klicks erworben werden, indem man das Handy an einer ConTag genannten Schnittstelle berührungslos an Fahrkartenautomaten vorbei führt. Auch im Zeitkartensektor setzt der RMV auf Innovation: Im Hanauer Pilotprojekt „get>>in“, wurde die Machbarkeit eines solchen Tickets getestet. 2011 wird der RMV eine Chipkarte als elektronisches Trägermedium einführen, auf dem unterschiedliche Zeitkarten flexibel nach jeweiligem Bedarf gespeichert werden können. Mittelfristiges Ziel ist der Einsatz eines Systems, das die elektronische Fahrkarte ohne zusätzliches Lesegerät – praktisch in der Jackentasche – identifizieren kann: das so genannte „be in / be out-System“. Dabei arbeitet der RMV mit Verkehrsunternehmen und anderen Verkehrsverbünden an einer deutschlandweiten Lösung.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Kommentare zu diesem Artikel
Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Kommentieren >>
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben!